Life-Lessons

In den USA gibt es ihn schon lange, und jetzt ist er auch zu uns herübergekommen: Der "Black Friday". Ein Schlaraffenland für Schnäppchenjäger. Viele Schaufenstern sind schwarz dekoriert. Mich hat das angeregt, das einmal als Symbol zu sehen. Wohl jeder von uns hat gelegentlich seinen "Black Friday", wenn auch mit etwas anderer Bedeutung. Es gibt Tage, an denen alles schief zu gehen scheint.
In Stellenangeboten wird oft Eigenständigkeit und kritisches Denken gefordert. Aber was in der Realität des Arbeitsalltags wirklich belohnt wird, ist Anpassung. Die echten Querdenker werden eher gemobbt. Man denke nur an den erst kürzlich aufgedeckten Skandal beim Magazin "Der Spiegel". In der Redaktion hat man zunächst mehr an dem kritischen Journalisten, der die Fälschungen aufgedeckt hat, gezweifelt als an der betrügerischen "Edelfeder" Relotius. Es erfordert viel Mut und Selbstbewusstsein, b

Schlechte Erfahrungen gehen nicht spurlos an uns vorüber. Jede Kränkung, jeder Betrug, jede länger andauernde Liebslosigkeit hinterlässt Narben auf unserer Seele. Die natürliche Reaktion darauf ist der Rückzug. Wir versuchen, uns vor weiteren Verletzungen zu schützen. Das ist sicher teilweise berechtigt. Schließlich ist es nicht sinnvoll, sich bereitwillig weiterem krankmachenden Verhalten auszusetzen. Dennoch sollten wir uns keinen Panzer zulegen. Der mag uns zwar schützen, aber er engt uns au
Eine rührende Geschichte. Ein kleines Mädchen schreibt ihrem verstorbenen Vater zum Geburtstag einen Brief und hängt ihn an einen Luftballon – schließlich ist der Papa ja jetzt im Himmel. Die Überraschung ist groß, als wenig später eine Karte mit einem Dankeschön im Briefkasten steckt. Darin steht, dass sich der Vater sehr gefreut hat und dass es ihm dort oben gut geht. Außerdem wünsche er sich, dass die Kleine immer schön in der Schule lernt und freundlich zu seinen Freunden und der Mama sein s

Sind Sie glücklich? Verdienen Sie genug Geld? Haben Sie gute Freunde? Einen liebevollen Partner oder eine Partnerin? Vielleicht wünschen Sie sich eines oder mehreres davon. Sie glauben jedoch nicht, dass Sie es erreichen, weil die Umstände dagegensprechen. Hier gilt: Lassen Sie sich nicht von der (scheinbaren) Realität entmutigen.
Vor kurzem habe ich zwei handgeschriebene Briefe verschickt. Einer war ein Dankesbrief für eine Einladung, der zweite ein Beileidbriefs zum Tode des Vaters einer Freundin. Ich war sehr erstaunt, als die Empfängerinnen es als etwas Besonderes empfanden, einen Brief zu bekommen - und dann noch mit der Hand geschrieben! Aber es ist tatsächlich so, die Briefkultur stirbt langsam aus. Sie wird verdrängt von Emails. Sogar Geburtstagsgrüße verschickt man auf diese Art, gerne garniert mit einer...

Wir maßregeln uns ständig selbst: "Du musst dich mehr anstrengen". "Reg dich doch nicht immer gleich so auf, bleib gelassen."" "Warum hast du da wieder zugesagt? Du wolltest das doch eigentlich gar nicht." "Dieses Stück Kuchen hätte nicht sein müssen, oder?" Ja, es gibt einiges zu verbessern und Selbstkritik ist ansich ganz nützlich. Aber nur, wenn auch das Gegengewicht stimmt:
Wie in Paris an der Pont Neuf hängen auch an einer Frankfurter Brücke hunderte von Schlössern. Junge Leute geben damit ein Statement ab: Unsere Liebe soll für immer sein. Wie as wohl sein wird, wenn sie 10 Jahre später wieder zu dieser Brücke kommen. Vermutlich ist die Jugendliebe längst passé, das Schloss verrostet. Aber der Glaube an die ewige Liebe ist wahrscheinlich noch ungebrochen.

Heute in der Hamburger Innenstadt: Im Schaufenster der Münchner Taschenfirma Aigner strahlt mich ein Foto von Iris Apfel an. Sie ist das Testimonial der Marke. Hallo, die Lady ist 97! – und damit sicher das älteste Supermodel der Welt. Zwar konnte man es sich offenbar nicht verkneifen, Iris` Falten per Fotoshop zu glätten – leider, denn damit geht Ausdruck verloren. Aber trotzdem, Iris Apfel ist ein Vorbild, neudeutsch „Rolemodel“ für alle, die schon ab 40 jammern, dass sie übersehen werden.
Kürzlich im ICE von Kassel nach Hamburg. Ich hatte einen Platz im Ruheabteil gebucht, um etwas zu arbeiten. Zwei mittelalte Männer mit Laptop betraten das Abteil und begannen, sich lautstark und ausführlich über ihren Job zu unterhalten. Ich verwies auf das Ruhe-Symbol an der Tür und bat sie, ihr Gespräch zu beenden.

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