Ich finde es immer interessant, wie Menschen in anderen Kulturen miteinander umgehen. Von daher war ich auch gespannt, wie man es damit in Korea hält. Dort praktiziert man Nunchi (gesprochen „nuntschi“). Wörtlich übersetzt bedeutet das „Augenmaß.“ Darunter versteht man die Kunst, sofort intuitiv zu erfassen, was andere Menschen denken und fühlen. Auf der Basis dessen, was man beobachtet, versucht man dann, die Beziehungen zu verbessern oder die Stimmung zu heben. Bei uns im Westen würde man von
Ich habe für dieses Buch einiges an Arbeit liegengelassen, die Geschichten machen nämlich süchtig. Gisela Steinhauer, Journalistin und Rundfunk-Moderatorin, erzählt in 25 Episoden von Begegnungen im In- und Ausland im Rahmen ihrer Sendungen. Manche ihrer GesprächspartnerInnen sind prominent, wie Günther Grass oder Cornelia Funke, andere eher unbekannt, wie die Frau, die im Sinai Touristen durch die Wüste führt oder ein Bestatter, der die Trauerkultur revolutioniert. Gemeinsamer Nenner ist jedoch

Der nahezu provokante Titel hat mich angezogen. Gehen mir doch wie vielen anderen gerade in der heutigen Zeit manche zweifelnden Gedanken durch den Kopf, ob der Mensch tatsächlich die Krone der Schöpfung ist. Den Philosoph Markus Gabriel beschäftigt grundlegend die Frage, wer oder was wir Menschen sind. Schon um unsere drohende Selbstausrottung zu verhindern, müssen wir einerseits anerkennen, dass wir Tiere sind und niemals imstande sein werden, unsere körperliche und seelische Verwundbarkeit zu
Charlotte Link schafft es immer wieder, meine ursprüngliche Krimi-Abneigung in Begeisterung zu verwandeln. Wie sie ihre LeserInnen geschickt in die Irre führt, verschiedene Handlungsstränge miteinander verknüpft, in kleinen Portionen Cliffhänger einbaut und Szenen so beschreibt, dass man Bilder sieht - das ist nicht nur gekonnt, sondern extrem spannend. Der Inhalt dieses Buches ist so verschlungen, dass er sich kaum in Kürze erzählen lässt, auch ohne Spoiler.

272 Seiten, 20.- €, Frankfurter Allgemeine Buch Der Autor gilt zu Recht als exzellenter Dialektik – und Präsentationstrainer. Sein bewährter Ratgeber liegt nun in 10. aktualisierter Auflage vor und enthält zusätzlich für jeden Bereich Ergänzungen zu virtuellen Formaten. Gegliedert ist er in drei große Teile. In Teil I „Grundlagen virtueller und analoger Stressargumentation“ geht es um rhetorische und mentale Stärke, den Umgang mit Manipulation und unfairen Taktiken. Teil II „Strategien für virtu
Haben Sie schon mal vergeblich versucht, Ihr Gegenüber mit guten Argumenten davon zu überzeugen, dass es falsch liegt? Oder sind Sie umgekehrt stur nicht von Ihrer Meinung abgewichen? Der Neurologe, Psychiater und Hirnforscher Philipp Sterzer erklärt, warum das so ist und welche Schlüsse wir daraus ziehen können. Er geht der Frage nach, inwieweit unsere Überzeugungen rational begründet sind und welche Kriterien bei der Konstruktion unseres Weltbildes eine Rolle spielen. Dabei greift er auf wisse

Ich bin ein großer Fan der japanischen Aufräumqueen Marie Kondo. Ihr Buch „Magic Cleaning“ hat seinerzeit zu spektakulären Ergebnissen in meinem Bücherregal und meinem Kleiderschrank geführt. Nun hat die Erfinderin der Kon-Mari-Methode ihr erstes Coffeetablebook vorgelegt. „Kurashi“ bedeutet so viel wie „Lebensweise – Die Art, den Tag zu verbringen, bis die Sonne untergeht.“ Kondo lädt dazu ein, das persönliche ideale Leben von morgens bis abends anzustreben.
Ich schätze Maren Lehky schon lange als kompetente Coachin. Mancher Satz aus einem ihrer Vorträge begleitet mich bis heute. So war ich auf ihr neues Buch gespannt, das Führungskräften „schnelle Antworten auf konkrete Fragen im Alltag“ geben will, so der Untertitel. Notwendig ist das allemal, denn von Führungskräften wird viel erwartet: Sie sollen motivieren, Orientierung vermitteln, knappe Ressourcen managen, Feedback geben, Stärke zeigen und einiges mehr. Aber hallo, es sind auch nur Menschen,

Der Titel klingt nach gewichtigem Ratgeber. Von daher ist gewiss manche Führungskraft enttäuscht, wenn sie nur ein Büchlein von 11 cm x 15 cm in der Hand hält. Und das dann noch in knalligem Pink. Ich nicht, ich war im Gegenteil angenehm überrascht. Die Autoren geben 42 Denkanstöße auf wissenschaftlicher Basis, jeweils zwei, drei Seiten lang. Unterteilt sind sie in die Bereiche „Probleme lösen“, „Ziele erreichen“ und „Vertrauen schaffen“.
Ursprünglich habe ich gedacht, Reue wäre ein überflüssiges Gefühl, es sei denn, man habe ein schweres Verbrechen begangen. Aber dank Pink sehe ich das nun differenzierter: Unsere Reue kann uns Auftrieb geben. Sie ist nämlich mehr als nur eine jammervolle Rückschau. In einer Studie hat der Autor tausende Beiträge von Menschen gesammelt, die in ihrem Leben etwas bereuen. Die Ergebnisse lassen sich in vier Bereiche einteilen: Fundament, Mut, Moral und Bindung. Man hat etwa Arbeit und Gesundheit mis

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