Als ich mit diesem Buch unterm Arm die Treppe hinaufging, fragte mein Nachbar mit einem Blick auf das Cover augenzwinkernd: „Sag mal, Eva, kannst du denn überhaupt kochen?“ Meine Antwort kam prompt: „Ich bin vielleicht keine begnadete Köchin, aber mit einem guten Rezept gelingt mir fast alles.“ Und gute Rezepte bietet dieses Buch reichlich. Meze ist eine inspirierende Sammlung mediterraner Gerichte zum Teilen, begleitet von den großzügigen und stimmungsvollen Fotos von Sandra Eckhardt, die einem
Da habe ich wohl eine koreanische Schwester im Geiste gefunden: Während ich mich seit vielen Jahren mit dem „Glücklichsein“ beschäftige, ist Yoo Min Ji Expertin für das „Glückhaben“. Und in diesem Punkt sind wir uns völlig einig: Glück fällt selten einfach vom Himmel. Man kann und sollte etwas dafür tun. Gleichzeitig bleibt es immer auch ein Geschenk des Lebens.

Anika Decker erzählt eine ebenso humorvolle wie bissige Geschichte über das Älterwerden, gescheiterte Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen. Im Mittelpunkt steht Nina, kurz vor ihrem 50. Geburtstag, geschieden und – wie sie selbst sagt – „irgendwo zwischen Frust, Erschöpfung und unterschwelliger Wut“. Ihr Exmann führt ein neues, perfektes Leben mit einer jüngeren Frau und Zwillingen in einer luxuriösen Villa, während Nina bescheiden wohnt und einen stressigen Job in einer Film
Dr. Paul Conti ist Psychiater – jemand also, der sich beruflich meist mit den Problemen und Belastungen seiner Patienten beschäftigt. In diesem Buch richtet er den Blick bewusst auf die andere Seite und stellt eine ebenso einfache wie wichtige Frage: Was läuft in unserem Leben eigentlich gut? Der Untertitel verspricht eine „revolutionäre Methode für mentale Gesundheit, emotionale Stabilität und ein erfülltes Leben“. Ganz neu ist dieser Ansatz zwar nicht, denn auch die moderne Psychologie arbeite

Der Untertitel dieses Sammelbandes lautet „Geschichten vom Geschenk der Freundschaft“. Das Buch widmet sich einer der wichtigsten Beziehungen im Leben. Studien zeigen schließlich immer wieder, dass enge menschliche Bindungen wesentlich zu Gesundheit, Lebensfreude und Wohlbefinden beitragen. Grund genug also, die Freundschaft einmal literarisch aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten: Freundschaften können tröstend, inspirierend und bereichernd sein, aber auch enttäuschen, belasten oder
Tetsuyo Ishi lebt in einem kleinen Bergdorf in der Präfektur Hiroshima. Mit 26 Jahren heiratete sie, bis zu ihrem 56. Lebensjahr arbeitete sie als Grundschullehrerin. Heute ist sie 102 Jahre alt und dabei bemerkenswert gesund, geistig wach und lebensfroh. Sie kümmert sich um ihre kleinen Felder, plaudert mit Nachbarn und lebt seit dem Tod ihres Mannes vor zwanzig Jahren allein in ihrem Haus. Eigene Kinder hat sie nicht, doch ihre Nichte und ehemalige Schüler besuchen sie regelmäßig.

Nach ihrem Bestseller „50 Sätze, die das Leben leichter machen“ stellt Karin Kuschik nun 50 Fragen, die zum Nachdenken anregen. Etwa diese: „Welcher meiner Werte ist für mich absolut nicht verhandelbar“, „Was wäre, wenn du dich das trauen würdest?“ oder „Wie werde ich die Situation wohl in einem Jahr einordnen?“ Die Autorin ist in ihrer Einleitung davon überzeugt: „Fragen haben Superpower“. Und tatsächlich bringen ihre klugen Fragen Konflikte ans Tageslicht, relativieren Sorgen, zeigen neue Pers
Dass das Älterwerden derzeit Konjunktur hat, lässt sich kaum übersehen. Autorinnen und Autoren in den Fünfzigern widmen sich dem Thema auffällig häufig, und auch Alexander Kühn, SPIEGEL-Reporter, reiht sich mit seinem Buch in diese wachsende Sammlung ein. Ausgangspunkt ist sein eigenes 50. Lebensjahr und der Versuch, sich mit dieser Zäsur zu arrangieren. Kühn kombiniert persönliche Beobachtungen mit einer Reihe von Interviewpartnern: Er trifft prominente und weniger bekannte Menschen unterschied

Malaysia, 1921: Lesley Hamlyn lebt das äußerlich geordnete, komfortable Leben einer Frau der britischen Kolonialgesellschaft. Als der Schriftsteller W. Somerset Maugham – ein alter Freund ihres Ehemanns Robert – zu Besuch kommt, bringt er gemeinsam mit seinem Sekretär Gerald Haxton frischen Wind in das abgeschiedene Haus der Hamlyns. Maugham ist bereits ein gefeierter Autor, zugleich jedoch innerlich von Zweifeln und Ängsten geprägt.
Beim ersten Durchblättern wirkte das Buch auf mich zunächst etwas ungewohnt: Die LeserInnen werden konsequent geduzt, und der Ton ist vertraulich gehalten. Der Einstieg lautet etwa: „Hast du auch manchmal dieses Gefühl, dass die Zeiten immer schwieriger werden? Kennst du dieses mulmige Gefühl?“ Das hat mich anfangs ein wenig zögern lassen. Wenn man sich jedoch auf diese persönliche Ansprache einlässt, entfaltet das Buch schnell seinen freundlichen und unterstützenden Charakter.

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