Buch-Rezensionen

Mundpropaganda ist doch immer noch das Beste. Zu einem Roman mit einem so kitschigen Titel hätte ich kaum gegriffen, hätte mir nicht eine Bekannte davon vorgeschwärmt. Zu Recht: Das Buch ist faszinierend, spannend und eigenwillig. Kya Clark ist 6 Jahre alt, als ihre Mutter, ihr Bruder und zuletzt auch ihr alkoholkranker Vater sie in einer armseligen Hütte im Sumpfgebiet von North Carolina zurücklassen. Sie bleibt allein in der unwegsamen Einsamkeit des Marschlandes zurück und kämpft ums Überle
Anti-Aging ist das Zauberwort mit dem die Kosmetikindustrie ebenso lockt wie die Pharmaindustrie. Doch die wahren Jungmacher finden sich im Essen. Das belegen die BewohnerInnen der sogenannten „blauen Zone“, etwa auf Sardinien oder in Gegenden, in denen es viele fitte Hundertjährige gibt. Die Faustregel für eine verjüngende Ernährung lautet: Frisches Obst und Gemüse, wenig Fleisch, manchmal Fisch, kein Fastfood, keine Softdrinks, kaum Zucker, keine Chemie. Damit könnte man dieses Buch zur Seite

Auf den Autor Christoph Isherwood bin ich durch den Film „A Single Man“ (2009, mit Colin Firth) gestoßen, der auf seinem gleichnamigen Buch beruht. So war ich gespannt auf „Die Welt am Abend“. Die Geschichte spielt in den 1940er Jahren in Amerika. Stephen Monk ertappt seine Frau Jane beim Sex mit einem Schauspieler. Daraufhin packt er spontan seinen Koffer und fährt in seine alte Heimat Pennsylvania zu seiner Tante Sarah. Im Gepäck hat er die Briefe seiner ersten Frau Elizabeth, die diese an Fr
Über den Titel bin ich zunächst gestolpert, da stimmt grammatisch etwas nicht – es muss doch wohl heißen, wir wären in die Sterne geschrieben worden. Aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Es geht darum, dass jeder von uns einmalig ist und dieses Potenzial zum Leuchten bringen soll. Dazu möchte die Autorin mit jedem Kapitel des Buches „ein weiteres Licht in dir entzünden und dich noch tiefer und authentischer spüren lassen, dass du ein Kind der Sterne bist und für ein großartiges und erfülltes

Mario Pricken ist Experte zum Thema Kreativität und Ideenmanagement. Hier legt er ein Praxishandbuch vor, in dem er an verblüffenden Beispielen 82 innovative Denkstrategien für Marken, Medien und Politik aufzeigt. Basis ist das Konzept des Reframing. „Frames“, engl. Rahmen, sind mentale Muster, die uns vorgeben, wie wir die Welt deuten. Das heißt: Ein und derselbe Inhalt kann, je nachdem wie er präsentiert wird, unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Die Bedeutung eines Ereignisses hängt da
Die Autorin ist IT-Ingenieurin und promovierte Physikerin – und kein junger Hüpfer, sondern eine gestandene Frau. Aus dieser Position heraus hat sie ein Buch für alle diejenigen geschrieben, denen das Smartphone nicht in die Wiege gelegt wurde und die sie charmant als „lebenserfahren“ bezeichnet. Da liest man doch auch mit 50 + sehr gerne weiter – und das mit hohem Gewinn!

Nina Georges Buch "Das Lavendelzimmer" habe ich vor einigen Jahren mit Vergnügen gelesen, diese romantische Geschichte um Jean Perdu, der eine literarische Apotheke in seiner Buchhandlung auf einem Flussschiff betreibt. "Südlichter" knüpft hier inhaltlich an, denn so lautet der Titel eines geheimnisvollen Buches, das Jean besonders geliebt hat. Also Zutaten, mit denen sich an den Erfolg des „Lavendelzimmers anknüpfen lässt, zumal der Verlag als Reminiszenz auf dem Cover ein Lavendelsträußchen b
In meinem ersten Leben habe ich Philosophie studiert. Dabei hatte ich immer eine Abneigung gegen kompliziert-verkopfte Denker und eine Neigung zu denjenigen, die sich um Lebenspraxis bemühten. Dazu zählen eindeutig auch die Stoiker. Sie bringen uns bis in die Gegenwart bei, wie man gut und richtig lebt. Stoizismus wird oft falsch verstanden, etwa als die Anleitung, alle Gefühle abzuschalten. Stattdessen geht es darum, sich nicht von Leiden und Leidenschaften quälen zu lassen, sondern sie zu behe

Empfohlen hat mir den Roman eine Freundin, mit der ich in puncto Büchergeschmack auf einer Wellenlänge liege. Und sie hat es auch diesmal wieder richtig getroffen: „Martini für Drei“ ist interessant, und gut geschrieben. Die Story: New York in den 1950er Jahren. Die Stadt vibriert, besonders das lebhafte Viertel Greenvich Village mit seinen Bars und Jazzclubs. Hier treffen sich Künstler und Lebenskünstler, trinken, flirten und träumen vom Ruhm. Drei von ihnen haben den Traum, in der Verlagsbranc
Wäre dies eine chronologische Biografie, sähe sie in Kurzform so aus: Geboren am 24.7.1954 in Kassel. Der alkoholkranke Vater verlässt die Familie, die Mutter zieht das Kind allein auf. Nach einer ungeliebten Schulzeit Studium der Geschichte und Philosophie in Berlin, später an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Arbeit in großen Werbeagenturen. Filmproduzent mit eigener Produktionsfirma. Zwischenspiel im Vorstand der Axel-Springer-AG. Professor an der Hamburg Media School. Charma

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