208 Seiten, 13 €, Heyne
Beim ersten Durchblättern wirkte das Buch auf mich zunächst etwas ungewohnt: Die LeserInnen werden konsequent geduzt, und der Ton ist vertraulich gehalten. Der Einstieg lautet etwa: „Hast du auch manchmal dieses Gefühl, dass die Zeiten immer schwieriger werden? Kennst du dieses mulmige Gefühl?“ Das hat mich anfangs ein wenig zögern lassen.
Wenn man sich jedoch auf diese persönliche Ansprache einlässt, entfaltet das Buch schnell seinen freundlichen und unterstützenden Charakter. In zwölf gut strukturierten Kapiteln sammelt Anjana Gill viele alltagsnahe und leicht verständliche Impulse, die dabei helfen können, innere Belastungen bewusster wahrzunehmen und Schritt für Schritt zu verändern. Im Mittelpunkt steht die Idee, das „Sorgenkarussell“ zu beruhigen und typische Denkfallen zu erkennen, wie festgefahrene Glaubenssätze, den Umgang mit der Vergangenheit oder das Hineingeraten in „Wenn–dann“-Gedanken.
Die vielen Übungen machen es leicht, mit kleinen Schritten in eine positivere Richtung zu gehen.
Insgesamt ist es ein warmherzig geschriebenes Buch, das ohne großen Druck auskommt und viele leicht umsetzbare Anregungen bietet. Besonders geeignet ist es für alle, die sich gerade etwas niedergeschlagen fühlen und sich unkomplizierte Impulse wünschen, um wieder mehr Leichtigkeit im Alltag zu finden.
