Elisabeth Gilbert: City of Girls

488 Seiten, 16,99 €    S.Fischer

 

Elisabeth Gilbert zählt zu meinen Lieblingsautorinnen: Angefangen hat das mit ihrem autobiografischen „Eat Pray Love“, dann kam der inspirierende Ratgeber „Big Magic“ zum Thema Kreativität und schließlich der großartige Roman „Das Wesen der Dinge und der Liebe“. Natürlich musste ich nun auch ihr aktuelles Werk „City of Girls“ lesen.

 

Die Geschichte spielt im New York der 40er Jahre. Die 19-jährige Vivian, Spross einer reichen Familie vom Lande, ist von ihrem College-Leben gelangweilt. Die genervten Eltern schicken sie nach New York zu ihrer exzentrischen Tante Peg, die dort ein kleines Revue-Theater betreibt. Vivian genießt das glitzernde Großstadtleben in vollen Zügen. Tagsüber schneidert sie Kostüme fürs Theater, nachts wirft sie sich in das wilde Leben samt wechselnden Affären. Dabei wird sie in einen Skandal verwickelt. Zu Rettung ihrer Ehre bringt ihr Bruder sie zurück zu den Eltern in die Provinz - für Vivian das pure Unglück. Sie ist erleichtert, als ihre Tante sie nach New York zurückholt. Inzwischen geläutert und gereifter schlägt sie sich in den schwierigen Jahren bis zum Kriegsende durch und eröffnet schließlich mit einer Freundin eine kleine Schneiderei für Brautkleider. Ihr Freundeskreis ersetzt ihr die Familie. Freiheitsliebend bindet sie sich an keinen und sucht Befriedigung in kurzen Affären. Bis sie einem ganz besonderen Menschen begegnet.

 

„City of Girls“ ist hinreißend geschrieben: Die Dialoge sind voller Humor,  die Protagonisten, allesamt Originale, werden scharfsichtig, aber warmherzig portraitiert. Beim Lesen entsteht der charmante kleine Kosmos des Lily Playhouse und in seinem Umfeld das funkelnde New Yorker Nachtleben der 40er Jahre. Ein Lesegenuss.

 

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