Jonas Salzgeber: Das kleine Handbuch des Stoizismus. Zeitlose Betrachtungen, um Stärke, Selbstvertrauen und Ruhe zu erlangen

300 Seiten, 16,99 €, FBV

 

In meinem ersten Leben habe ich Philosophie studiert. Dabei hatte ich immer eine Abneigung gegen kompliziert-verkopfte Denker und eine Neigung zu denjenigen, die sich um Lebenspraxis bemühten. Dazu zählen eindeutig auch die Stoiker. Sie bringen uns bis in die Gegenwart bei, wie man gut und richtig lebt. Stoizismus wird oft falsch verstanden, etwa als die Anleitung, alle Gefühle abzuschalten. Stattdessen geht es darum, sich nicht von Leiden und Leidenschaften quälen zu lassen, sondern sie zu beherrschen. Das Buch erklärt zunächst die Hintergründe und die Geschichte dieser philosophischen Richtung, die ca. 300 v. Chr. In Griechenland ihren Anfang nahm und später in Rom mit Epiktet und Marc Aurel blühte. Dann präsentiert der Autor das „stoische Glücksdreieck“: Es besteht aus den Anteilen „Arete – die beste Version unserer selbst zu sein“, „Verantwortung zu übernehmen“ und „Konzentrieren Sie sich auf das, was in Ihrer Macht liegt.“. Diese drei Einstellungen werden ausführlich erläutert. Das hat viel mit Achtsamkeit und Selbstkontrolle zu tun. Am Ende ergibt sich Seelenfrieden, weil wir ändern, was wir ändern können und den unkalkulierbaren Rest akzeptieren.Im zweiten Teil des Buches gibt es 55 stoische Übungen, kombiniert mit praktischen Ratschlägen. Es beginnt mit „Die stoische Kunst des Duldens: Akzeptieren Sie alles, was passiert“ und endet mit „Mit gutem Beispiel vorangehen“, frei nach Marc Aurel: „Verschwende keine Zeit mehr damit, darüber zu debattieren, was ein guter Mensch sein sollte. Sei einer.“

 

Jonas Salzgeber gelingt es mit seinem Buch, sowohl einen fundierten Einblick in die stoische Lehre zu geben, als auch praktische Lebenshilfe zu vermitteln. Ein guter Ratgeber.

 

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