Kevin Kwan: Crazy Rich Asians

570 Seiten. 20.- €. Kein und Aber

 

Das Buch hätte auch „Aschenputtel in Singapur“ heißen können: Rachel, eine in den USA aufgewachsene junge chinesische Professorin für Wirtschaft, wird von ihrem Freund und Kollegen Nick eingeladen, seine Familie kennenzulernen. Anlass ist die Hochzeit seines besten Freundes, bei der er als Trauzeuge fungieren soll. Nick hat Rachel bisher verschwiegen, dass er der Sprössling einer der reichsten chinesischen Dynastien ist. Die bilden einen hermetisch abgeschlossenen Zirkel, in dem nur Namen und Geld zählen. Rachel ist natürlich nicht standesgemäß und man unterstellt ihr, sich Nick nur aus Berechnung geangelt zu haben. Sie muss die Ablehnung der Familienmitglieder und deren Freunde ertragen und ist den Intrigen glamouröser Nebenbuhlerinnen ausgeliefert. Die Quälereien gehen so weit, dass Rachel sich schließlich von Nick trennen will, weil sie erkennt, dass sie als seine Partnerin niemals akzeptiert würde.

 

Die Geschichte ist eingebettet in die ausführliche Beschreibung des unfassbaren Reichtums dieser chinesischen Gesellschaftsschicht. Privatjets, Dienerschaft, Haute Couture, Kunst, Design, Paläste – alles da. Es macht Spaß macht, sich lesend in die Welt unfassbaren Reichtums samt der damit verbundenen Dekadenz zu begeben. Und wohlig schauernd zu erkennen: Auch so viel Geld macht nicht unbedingt glücklich. 

 

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