Christine Ferrari mit Andrea Micus: Die Safranfrau

Eva Wlodarek Buchrezension Christine Ferrari Die Safranfrau

221 Seiten  14,99 €  Knaur

 

Es geht doch nichts über eine wahre Geschichte! Die von Christine Ferrari habe ich am Wochenende in einem Zug ausgelesen.

 Mit Ende vierzig spürt die Schweizerin, dass ihr Leben in eine emotionale Sackgasse geraten ist. Ihr Job in der Gemeindeverwaltung von Basel ist der pure Stress, ihre 20jährige Ehe steht vor dem Aus. Da kommt eine geführte Reise durch die marrokanische Wüste gerade recht, um eine neue Perspektive zu finden. Ihr Reiseführer, ein Berber, schlägt ihr vor, gemeinsam mit ihm ein Gästehaus aufzumachen. Ein Grundstück, auf dem es entstehen soll, hat er auch schon entdeckt. Begeistert lässt sich Christine darauf ein. Sie bricht in Basel alle Brücken ab und überweist ihrem „Kompagnon“ mehrere Tausend Schweizer Franken. Leider ist sie einem Betrüger aufgesessen. Nur noch mit wenig Geld kommt sie bei einer Familie in Marrakesch unter, von der sie ebenfalls kräftig ausgenommen wird. Aber Aufgeben kommt für Christine nicht in Frage, und außerdem hat sie sich in das Land verliebt. Mit Unterstützung von Freunden, mit viel Tatkraft und Initiative legt sie auf dem Land eine Safran-Farm an. Natürlich gibt es auch hier wieder Höhen und Tiefen, doch insgesamt hat Christine ihr Glück gefunden.

 Die in Ich-Form erzählte Geschichte ist spannend, man erfahrt einiges über die Mentalität der Marrokaner. Aufgeschrieben hat sie ein Profi. Das liest sich gut, aber eben auch manchmal sehr glatt, wenn die Lebensphilosophie der Protagonistin in geschliffene Dialoge verpackt wird. Aber das lässt sich wohl nicht anders machen. Jedenfalls ist es ein  interessantes und lesenswertes Buch.

 

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