Amor Towles: Eine Frage der Höflichkeit

405 Seiten. 10.- €  Graf Verlag

 

Der Roman wird rückblickend von der nun schon älteren, verheirateten Protagonistin Kate erzählt, die sich durch zwei Fotografien in einer Ausstellung an idie Zeit mit ihrer früheren Liebe Tinker erinnert.

 

Die Geschichte spielt im Jahr 1938 in New York. Kate und Eve, zwei junge Frauen aus der Provinz, teilen sich ein kleines Zimmer in einer Pension. Eve ist extravagant und unkonventionell, Kate eher fleißig und verlässlich. Tagsüber gehen sie ihrer Arbeit nach, abends genießen sie das Nachtleben der Millionenmetropole. An einem Silvesterabend lernen sie in einer kleinen Jazzbar Tinker kennen, einen reichen, weltgewandten und in Manhattan gut vernetzten jungen Mann. Die Drei verbringen Silvester gemeinsam und treffen sich von da an regelmäßig. Tinker führt sie in das schicke Manhattan mit seinen Restaurants und Clubs ein. Doch dann passiert etwas, dass das Trio für immer verändert. Tinker macht angetrunken mit dem Auto einen Unfall und Eve wird als Beifahrerin schwer verletzt. Tinker fühlt sich für sie verantwortlich, sie zieht bei ihm ein, die beiden werden ein Paar. Doch da ist auch noch Kate, die Tinker heimlich liebt, sich aber nun zurückzieht. Sie lernt andere Männer kennen, hat beruflichen Erfolg. Sie kann Tinker jedoch nicht vergessen, zumal sie ihm ihm immer wieder begegnet. Doch für eine glückliche Beziehung ist es zu spät, auch als Tinker und Eve nicht mehr zusammen sind. Jeder lebt sein eigenes Leben, mit einer leisen Wehmut, was hätte sein können.

 

In seinem kühlen Schreibstil erinnert der Roman an F. Scott Fitzgerald. Die Geschichte einer unglücklichen Liebe im New York der Dreißiger Jahren ist ein besonderer Lesegenuss.

 

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