David Foenkinos: Die Frau im Musée d´Orsay

Eva Wlodarek - Buchrezensionen - David Foenkinos Die Frau im Musée d´Orsay

236 Seiten. 20.- €. Penguin Verlag

 

Unerwartet kündigt der Kunstprofessor Antoine Duris seine Stelle an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und bewirbt sich im Musée d´Orsay als Wärter. Hier begegnet er auch der Personalchefin Mathilde, zu der er sich hingezogen fühlt. Nach und nach entfalten sich die Gründe für den abrupten Berufswechsel: Antoine steckt in einer depressiven Krise. Seine langjährige Partnerin Louise hat sich von ihm getrennt. Und eine seiner Studentinnen, die sensible, begabte Camille, hat sich umgebracht. Da der Suizid zeitlich mit einer abwertenden Bemerkung zu einer Klausur Camilles zusammenhängt, macht sich Antoine Vorwürfe und hat Schuldgefühle. Heilung sucht er in der stummen Zwiesprache mit den Gemälden. Erst nach und nach kann er mit Mathildes Hilfe Louise innerlich loslassen und erfährt, dass die Ursache für Camilles Selbstmord ein Missbrauch ist. Am Ende werden Mathilde und Antoine ein Paar und er nimmt seine Professur in Lyon wieder auf.

 

Die Geschichte ist durchaus faszinierend. Dass sie sich nach und nach. entfaltet, hat seinen Reiz. Aber als ehemaliger Germanistin hat mir die Sprache nicht gefallen. Es fehlt ihr einfach an Eleganz. Sätze wie „In seinem Kopf hatte sich ein Schädling eingenistet“ für einen banalen unangenehmen Gedanken, oder „Er meinte: „Ganz schön heiß hier, oder?“ klingen nicht gut. Das mag auch an einer zu simplen Übersetzung liegen. Jedenfalls, von daher hält sich meine Begeisterung in Grenzen und reicht nur zu „lesenswert“.

 

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